Schnarchen

Unter Ronchopathie (Schnarchen) versteht man ein "nicht krank machendes" Schnarchen, welches vor allem die Ehefrau oder den Ehemann sowie die Umgebung (Familie, Nachbarn) stark stört. Der Betroffene selbst verspürt keinerlei Tagessymptome (Schläfrigkeit, Konzentrationsschwäche)

 

Das obstuktive Schlafapnoe-Hypopnoesyndrom (OSAS) hingegen geht einher mit lautem, unregelmässigem Schnarchen mit typischen Atempausen oder Unterbrüchen und zusätzlichen Tagessymptomen. Dazu gehören morgendliche Kopfschmerzen, Tagesschläfrigkeit, Konzentrationsschwäche sowie mangelnde Leistungsfähigkeit.

 

Wichtig ist es, mittels geeigneter Untersuchungen, sei es einer Pulsoximetrie (Aufzeichnung von Puls und Sauerstoffsättigung über Nacht) oder einer Polysomnographie (Untersuchung im Schlaflabor) die beiden Schnarchtypen voneinander zu unterscheiden, sind doch die Behandlungsmuster ungleich verschieden.

 

 

 

 

Behandlung von Schnarchen und Schlafapnoesyndrom

Die Behandlung des Schnarchens und des Schlafapnoesyndroms ist sehr individuell und muss aufgrund der bestehenden Beschwerden sowie der anatomischen Gegebenheiten durchgeführt werden.

 

 

Verbesserung der Nasenatmung, Verringerung des Atemwiderstandes in Nase und Rachen

 



Straffung des weichen Gaumens

  • Somnoplasty mit Radiofrequenz induzierter Thermotherapie (RFITT) am weichen Gaumen und Zungengrund
  • Uvulo-Palato-Pharyngo-Plastik (UPPP)



Kieferchirurgische/ Kieferothopädische, Therapie

  • operative Unterkieferverlagerung
  • Schienenbehandlung des Kiefers (Oral appliance)



Schlafapnoetherapie

  • nasale-CPAP Therapie – dies ist eine nächtliche Beatmungstherapie mit Überdruck, eine „pneumatischen Schienung“ der Atemwege. Ein Gerät, das einem "kleinen, umgekehrten" Staubsauger entspricht, wird über eine Nasenmaske welche mit einem Schlauch am Gerät befestigt ist, während der ganzen Nacht getragen. Diese Therapie muss in der Regel lebenslänglich durchgeführt werden.

  • Radiofrequenz des weichen Gaumens – Bei diesem Verfahren wird überschüssiges Weichteilgewebe mittels Applikation von Radiofrequenzenergie geschrumpft. Ueber eine spezielle Sonde (Nadelelektrode), die in die Muskulatur des weichen Gaumens eingestochen wird, wird kontrolliert Energie zugeführt. Durch die Wahl der geeigneten Elektrodengröße und der zugeführten Energie können so Schrumpfungen im Gewebe erzielt werden, ohne dass die Schleimhautoberfläche verletzt wird. Es kommt somit zu einer Versteifung des Gewebes mit sehr geringen Nebenwikungen.

  • UPPP – klassische Operation des weichen Gaumens bei Patienten mit einem Atemwegskollaps in dieser Region. Überschüssige Schleimhaut am weichen Gaumen und Halszäpfchen wird zusammen mit den Gaumenmandeln entfernt. Da der weiche Gaumen eine Vielzahl von Funktionen hat, kann es bei zu ausgedehnter Resektion zu unangenehmen Nebenwirkungen führen wie Fremdkörpergefühl, Veränderung der Stimme, Probleme beim Schlucken mit Flüssigkeitsaustritt durch die Nase (velopharygeale Insuffizienz) sowie zu einer narbigen Einengung des Nasenrachenraumes.