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Pollenallergie
Baum- sowie Gräserpollen zählen zu den häufigsten Allergieauslösern im allergischen Formenkreis. Die streng der Jahreszeit entsprechend, wiederkehrende Beschwerden sind tränende, geschwollene Augen, fliessende Nase, Niesattacken, Juckreiz in Augen, Nase, Ohren sowie im Rachenbereich und oder Atemnot bei allergischem Asthma bronchiale.
Der Blütenstaub von "insektenbestäubten" Pflanzen ist für den Pollen-Allergiker keine Gefahr. Die Natur hat diese Pflanzen mit bunten, auffälligen Blüten und intensivem Duft ausgestattet. So werden Insekten, die für die Bestäubung zuständig sind, angelockt.
Bei Pflanzen ohne Blütenpracht sorgt der Wind für die Verbreitung und die Bestäubung. Die windbestäubten Pflanzen tragen unauffällige, männliche Blüten, die ungeheure Pollenmassen enthalten. Mit der Atemluft gelangen die Pollen auf die Schleimhäute der Atemwege. Schon 20 Pollen pro Kubikmeter Luft reichen aus, um allergische Reaktionen auszulösen.
Massnahmen gegen Pollen
- Halten Sie sich an trockenen, heissen und windigen Tagen möglichst wenig im Freien auf.
- Verzichten Sie an diesen Tagen auf Sport im freien, auf Radtouren sowie Ausflüge ins Grüne.
- Achtung: Der Pollengehalt in der Luft ist nach Gewittern und kurzen Regenschauern ist oft besonders hoch. Erst nach länger anhaltendem Regen wird der Pollengehalt in der Luft verringert.
- Nutzen Sie für Spaziergänge die Filterwirkung des Laubwaldes.
- Halten Sie Fenster und Türen möglichst während der gesamten Blühperiode geschlossen.
- Schlafen Sie bei geschlossenen Fenstern und öffnen Sie nur zwischen 22 Uhr und 4 Uhr morgens. In den frühen Morgenstunden und über die Mittagszeit ist der Pollenflug besonders stark.
- Beim Autofahren Lüftung ausschalten und Fenster schliessen. Lüftungsfilter öfter reinigen oder erneuern. Verzichten Sie auf Motorradausfahrten in der Pollenflugzeit.
- Überlassen Sie das Rasenmähen anderen.
- Kleider abends vor dem Schlafzimmer lassen. Haare möglichst täglich, abends, waschen.
- Bettwäsche während des Pollenfluges nicht draussen trocknen lassen.
- Eine geschlossene Sonnenbrille kann allergische Augenbeschwerden lindern.
Hausstaubmilbenallergie
Hausstaubmilben sind winzige kleine Spinnentiere (0,5 mm), mit blossem Auge nicht erkennbar. Sie besiedeln vor allem Matratzen, Kissen und Bettdecken, Polstermöbel, Teppiche, Kuscheltiere und Schlafstellen von Haustieren.
Der Milbenkot enthält allergene Stoffe, welcher beim sensibilisierten Patienten nächtliche, ganzjährige Nasenatmungsbehinderung, Schnupfen und Atembeschwerden auslösen kann.
Die Milben sind das ganze Jahr aktiv, die Allergie ist aber besonders in den Wintermonaten bei überheizten Räumen spürbar. Die Hausstaubmilben ernähren sich von menschlichen und tierischen Hautschuppen, Bakterien und Pilzsporen. Am besten gedeihen und vermehren sie sich bei einer Raumtemperatur von 20° bis 30 ° Celsius und einer hohen relativen Luftfeuchtigkeit von 65 - 80 %. Pro Tag verliert der Mensch ca. 1g Hautschuppen - ein Fressen für 1 Mio. Milben. Auch gründliches Staubsaugen und Putzen kann Milben nicht beseitigen.
Massnahmen gegen die Milben
- Raumtemperatur maximal 20 ° Celsius, relative Luftfeuchtigkeit zwischen 30 und 50 %.
- Alle Räume, besonders das Schlafzimmer, mehrmals täglich während 5-10 Min. lüften.
- Bettwäsche wöchentlich wechseln und bei 60° Celsius waschen
- Polstermöbel mit Glattüberzug (Lederpolster) wählen.
- Matratze, Duvet und Kissen mit einem speziellen Ueberzug (Encasing), welcher für Milben und deren Kot undurchlässig ist, versehen.
- Entfernen von allen Staubfängern wie Teppiche, Bettvorleger, Wandbehänge, Vorhänge, und textile Lampenschirme. Ideal sind glatte Materialien, die feucht gereinigt werden können oder bei 60° waschbar sind.
- Kuscheltiere regelmässig waschen oder 2 Tage lang in die Tiefkühltruhe legen (so werden die Milben abgetötet).
- Staubwischen nur mit feuchten Tüchern. Staubsauger mit speziellen Mikrofiltern versehen.
Tierhaarallergie
Nicht nur Haare und Schuppen von Tieren sind Allergieauslöser, es kann auch wie bie der Katze der Speichel sein, welcher beim Lecken des Felles als Allergieauslöser dient. Die Allergene gelangen schliesslich in Form von feinstem Staub in die Atemluft und lösen die gleichen Beschwerden wie bei einer Pollen- oder Hausstaubmilbenallergie aus.
Massnahmen gegen Tierhaare
- Meiden Sie jeglichen Kontakt mit Tieren - das ist zweifellos die beste Therapieform. Bei einem weiteren ständigen Kontakt mit dem Tier kann sich die Krankheit nämlich drastisch verschlimmern - bis hin zu einem chronischen Asthma bronchiale.
- Verzichten Sie auf die Anschaffung von Haustieren.
- Achten Sie darauf, dass Ihre allergischen Kinder die Nachbartiere nicht "heimlich" besuchen.
- Kaufen Sie keine Kuscheltiere mit echtem Fell oder Haar.
- Verzichten Sie auf Zoo- oder Zirkusbesuche, auf dem Bauernhof sowie in Tierhandlungen und Reitställen.
- Auch indirekter Kontakt durch Kleidung genügt oft schon, um massive Beschwerden auszulösen.
- Entfernen Sie alle Tierfelle, Pelze und ausgestopften Tiere (Jagdtrophäen) aus Ihrer Wohnung.
- Ersetzen Sie Rosshaarmatratzen durch Schaumstoffmatratzen.
- Bei einer Allergie gegen Federn verwenden Sie am besten Polster, Bettdecken und Duvets aus Kunstfasern.
- Wenn sich gelegentlicher Tierkontakt nicht vermeiden lässt(z.B. beim Besuch von Haustierbesitzern), so kann nach Anweisung des Arztes vorbeugend ein Medikament eingenommen werden.
Schimmelpilzallergie
Der typische, muffige Geruch in der Wohnung oder sichtbare Stockflecken an Wänden, auf Pflanzen, Schuhen oder Matratzen sind wichtige Hinweise für den Befall mit Schimmelpilzen.
Kontrollieren Sie daher sehr genau, die Feuchträume: Badezimmer, Dusche und Keller.
Massnahmen gegen Schimmelpilze
- Vermeiden Sie eine zu hohe Luftfeuchtigkeit in Wohn- und Schlafräumen.
- Beheben Sie Wasserschäden in Ihrer Wohnung sofort und vermeiden Sie Kondenswasserbildung.
- Lüften Sie Ihre Wohnung so oft und so gut wie möglich.
- Beseitigen Sie feuchte Stellen hinter Kästen, Holzverkleidungen, Kacheln, Tapeten usw.
- Kontrollieren bzw. wechseln Sie die Filter Ihrer Klimaanlage regelmässig.
- Trennen Sie sich von Ihren alten Matratzen, wenn diese Anzeichen von Schimmelbefall aufweisen.
- Halten Sie keine Zimmerpflanzen, auch keine Hydrokulturen.
- Beseitigen Sie Küchenabfälle möglichst rasch und halten Sie den Abfalleimer sauber.
- Lagern Sie verderbliche Nahrungsmittel wie Obst und Gemüse im Kühlschrank, reinigen Sie Ihren Kühlschrank regelmässig.
- Vorsicht bei der Gartenarbeit ! Vermeiden Sie den Kontakt mit Kompost, Laub und Heu.
- Überlassen Sie das Rasenmähen und das Laubrechen besser anderen, hier werden regelrechte Wolken von Schimmelpilzsporen aufgewirbelt.
- Wenn Sie bestimmte Nahrungsmittel nicht vertragen, kann das mit Ihrer Allergie in Zusammenhang stehen.
- Schimmelpilze leben oft auf und in verschiedenen Nahrungsmitteln (z.B. bestimmte Käse-, Obst- und Gemüsesorten), in Obstsäften und alkoholischen Getränken. Auch zur Herstellung vieler Nahrungsmittel und Getränke werden Schimmelpilze verschiedenster Art eingesetzt.
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